Werner und Barbara sagen immer, ich sei ein La Palma-Terrier, weil ich von La Palma komme und offenbar viel von einem Terrier habe. Nun, als ich die beiden auf La Palma das erste Mal traf, wusste ich gleich, sie sind Wachs in meinen Pfoten. So bin ich ihnen Mittwoch vor Ostern 1997 im Alter von etwa 2 Jahren nach Deutschland gefolgt, sobald die Impfungen in Ordnung waren.

Der Flug war nicht schön, es verzögerte sich alles und ich bereute meinen Schritt schon fast. Hinzu kam, dass es hier in Deutschland nicht so viele Mülltüten gab, für die ich einen speziellen Reißzahn habe, die Mülltonnen konnte ich weder öffnen noch umstoßen. Wovon sollte ich leben? Glücklicherweise bekam ich von Werner und Barbara Futter, so dass ich überleben konnte, wenn ich auch durchaus gerne noch mehr gefressen hätte.

Ich lebte mich schnell ein und wurde auch überall hin mitgenommen. Auch in den Urlaub bin ich geflogen, denn ich konnte im Korb mit in die Kabine, das war dann nicht mehr schlimm. Eigentlich hatten wir uns prima eingerichtet, da nahmen sie mich eines Tages mit ins Tierheim, ich sollte mir einen Schäferhund ansehen. Und dann war Donna auch bei uns. Nicht, dass ich einen weiteren Hund für notwendig erachtet hätte! Aber Donna war letztlich freundlich und respektvoll, so dass die Arbeit, neben einem Menschenrudel auch noch einen Schäferhund zu führen, gut machbar war. Ich musste ihr nur klarmachen, dass ich weder umgerannt werden noch spielen wollte.

Schließlich, als alles gut funktionierte, kam Akai-san mit 8 Wochen zu uns. Donna war ganz begeistert und ich hatte jetzt ein Schäferhund-Rudel! Na ja, die Kleine hatte auch ihre Rüpel-Phasen, aber eigentlich ging alles ganz gut. Jetzt bin ich zwar schon ziemlich alt, aber immer noch der kleine Boss. Da die Beiden aber ganz vernünftig sind, muss ich nicht viel einschreiten.

Am 21.09.2011 war die Kraft zu Ende.