Ich wurde am 18.04.2009 in Burgwedel geboren und habe dieselbe Mama wie die Akai. Auch ich wuchs dort mit meinen 4 Geschwistern auf, bekam aber zunächst kein neues Zuhause mit 8 Wochen, sondern blieb mit meinem Bruder Bekk bei meiner Mama und meinem Rudel. Wegen verschiedener Krankenhausaufenthalte meiner Züchterin konnten wir aber nicht zusammen bleiben, wir wurden vorübergehend bei verschiedenen freundlichen Menschen betreut, das war auch schön, ich vermisste nur ein wenig mein Rudel. Schließlich kam ich Anfang 2011 zu Rolf, wo ich mit Craq einen tollen Kumpel hatte. Außerdem hatte Rolf noch mehr Hunde, da war immer etwas los. Aber ich konnte dort nicht bleiben und so kamen eines Morgens Ende Januar 2012 Barbara und Werner zu mir in die Schweiz und nahmen mich mit.

Das war ganz schön aufregend. Ich war so fröhlich in die Box gesprungen, denn ich fahre gerne Auto, merkte aber dann, dass nicht nur Rolf und Craq nicht da waren, sondern im Auto waren noch 2 weitere Hunde, die ich nicht kannte. Das ging aber gar nicht! Ich machte mich bemerkbar – deutlich aber freundlich, schließlich wollte ich meine Chauffeure nicht erschrecken -, und tatsächlich hielten wir an, wir durften raus und ich konnte mir die beiden ansehen. Oh, da war ein großer grauer Schäferhund, der sah sehr stark aus, so dass ich ein bisschen eingeschüchtert war. Und der interessierte sich auch noch für mich! Und leckte mir über die Nase! Da war ich erst einmal froh, wieder in die Box zu können.

Als wir dann nach einer langen Weile anhielten und ausstiegen, war ich etwas unsicher. Akai und Donna riefen fröhlich „Zu Hause“, ob sie mich wohl herein lassen würden? Ja, das war kein Problem. Ich wurde dezent beschnuppert – habe ich eigentlich nicht so gerne, ich schnuppere lieber selbst, aber war hier wohl nicht zu vermeiden – und durfte überall hin. Da gab es Körbchen und Decken für Hunde, es gab keinen Ärger, wohin ich mich auch legte. Ich bekam auch zu Fressen, wenn Barbara mir auch energisch untersagte, nach dem Futternapf zu springen. Ich musste mich hinsetzen und sie ansehen und durfte erst auf Aufforderung zum Futter. Na ja, um sie nicht aufzuregen, machte ich es so, zumal auch die beiden anderen sich ebenso verhielten. Nach ein paar Tagen fing ich an, mich zuerst bei Donna und dann auch bei Akai mit ins Körbchen zu legen und mich anzukuscheln. Mich mit ins Körbchen zu legen, war kein Problem, die großen Kuschler sind aber beide nicht, so lagen wir eben Rücken-an-Rücken. Außerdem passte ich genau auf und machte alles nach, so dass ich mich recht schnell gut fühlte.

Jetzt bin ich schon eine Weile hier und habe mich prima eingelebt. Ich orientiere mich an meinen beiden Rudelmitgliedern, halte engsten Kontakt zu Werner und Barbara und hoffe, dass ich jetzt bleiben kann. Die beiden sagen das zwar, aber ein bisschen Angst, dass doch etwas passieren könnte, habe ich immer noch. Darum gehe ich auch immer wieder zu Barbara und Werner, lecke ihnen die Hand oder halte sie fest und kuschel mich an. Manchmal nennt Barbara mich ihren kleinen „Lästling“, wenn ich nicht genug Kontakt bekommen kann, das verstehe ich nicht, aber sie streichelt mich dabei, also ist alles gut.

Donna und Akai sind richtig gut im Sport, das will ich auch lernen. Aber leider kann ich es noch nicht so gut, und wenn ich merke, dass etwas irgendwie nicht ganz richtig war, dann versuche ich Werner oder Barbara mit schnellen und neuen Übungsvarianten zu entzücken. Das gelingt nicht immer, manchmal lachen sie aber auch über mich und nennen mich einen Pausenclown. Was ich nicht haben kann und was mir Angst macht ist Schimpfe, auch wenn sie andere trifft, dann beschwichtige ich sofort oder gehe weg. Aber mit mir wird zu Glück nicht geschimpft. Nur manchmal etwas, wenn ich mein Spielzeug nicht abgebe, aber ich kann es einfach nicht abgeben, mein Mäulchen geht nicht auf – ist verklemmt. Ob ich das noch lerne?

Als Akai Ende September 2013 acht Welpen bekam, war ich erst etwas fertig. Ob ich wohl trotzdem bleiben konnte? Warum hatten die so tolles Spielzeug und warum durfte ich es ihnen nicht wegnehmen? Und dann kamen auch noch alle auf mich zu und wollten spielen – das war zu viel. Ich hielt Abstand. Akai tat mir leid, stürzten sich doch alle diese kleinen Monster immer wieder auf sie und liefen hinter ihr her. Aber sie machte es ganz toll, dafür bewunderte ich sie einerseits, andererseits war ich auch etwas traurig, denn offenbar war da eine ganz enge Verbindung und ich war nicht dabei. Am Schluss blieb nur noch Aibo-chan bei uns, das war schon überschaubarer. Die Kleine war so niedlich und versuchte auch, mit mir Kontakt aufzunehmen! Vorsichtig ließ ich mich darauf ein – und das war toll. Obwohl ich sonst eigentlich nicht mit anderen Hunden spiele, mit Aibo ging das ganz leicht und machte so viel Spaß. Akai – sie hatte ja auch genug getan – und Donna sahen das auch mit Wohlwollen, ich war glücklich. Natürlich musste ich der Kleinen jede Menge beibringen und zeigen – und sie erziehen, Akai war manchmal sehr nachsichtig. Zudem musste ich immer sehen, ob ich sie beschützen musste, denn hier waren Akai und Donna wenig empfänglich für die vielfältig lauernden Gefahren.

Nun ist Aibo mein Kumpel, sie läuft immer hinter mir her und versucht mir alles nachzumachen. Klasse! Aber sie ist auch mein größter Konkurrent geworden, weil sie so schnell ist und jeden Ball haben will. Ich fühle mich gut, vielleicht würde ich ja auch gerne einmal solche Monster haben?

Im April 2015 ist Akiko, Aibos Schwester, zu uns zurückgekommen und geblieben. Sie hat sich ungeheuer schnell eingelebt. Das war für mich eigentlich nicht nötig, sie ist auch etwas respektlos – und ungeheuer schnell, ein echter Konkurrent. Andererseits weiß ich ja wie es ist, wenn man nicht bleiben kann, und Werner kann ich in diesem Punkt auch nicht widersprechen. Sie hatte ihn schon nach einer Stunde um die Pfote gewickelt. Ach, es wird schon gehen, Akai freut sich und Donna hat sie freundlich in ihr Rudel aufgenommen. Auch Aibo ist zufrieden, ich werde mich auch daran gewöhnen und mit ihr zurechtkommen, sie ist ja eine sehr freundliche Hündin und versucht auch nicht, mich zu verdrängen. Und wir fünf sind schon ein tolles Team.

(Anmerkung des Lektors: Buka hat sich mittlerweile mit jedem im Rudel geprügelt, aber verträgt sich mit allen immer noch sehr gut.)

Heute ist unsere Donna gestorben. Das war schrecklich. Morgens war sie ganz schwach und konnte nicht aufstehen, Werner hat sie mit zur Arbeit genommen. Als sie beide wiederkamen, war es immer noch so, Donna hatte keine Kraft mehr. Am Abend war sie dann tot. Akai war tief, tief traurig und auch wir anderen waren entsetzt, unsere Donna lebte nicht mehr. Werner und Barbara haben bitterlich geweint.

Am 04.07.2017 kamen meine beiden Mädchen zur Welt, Bara-san und Bijin. Es war ein Kaiserschnitt und als wir nach Hause kamen, wusste ich erst nicht so genau, was ich mit ihnen machen sollte, ich war noch etwas verwirrt. Akai war ganz aufgeregt, als sie das sah, und fing an, meine Mädchen zu lecken. Ich ließ sie zwar trinken, konnte sie aber erst am nächsten Tag richtig versorgen. Zum Glück hatte ich Akai, die sich um alles kümmerte und die erst zufrieden war, als ich meine Kleinen eigenständig putzen und versorgen konnte. Und ich hatte Aibo, die sich von Anfang an ganz rührend um sie kümmerte und mit ihnen spielte. Als dann Welpenbesucher kamen, legte sie sich immer in den Weg, denn sie wollte eigentlich nicht, dass Fremde die beiden sahen. Aber das konnte sie nicht verhindern und die Geschenke, die die Beiden mitgebracht bekamen, fand sie auch ganz toll. Bara ist bei uns geblieben, darüber freue ich mich sehr, ich habe ein ganz enges Verhältnis zu ihr. Sie passt auch gut in unser Rudel, alle lieben sie, sind aber manchmal etwas zu nachsichtig. Na ja, sie ist ja noch klein. Bijin hat es auch sehr gut getroffen, wir haben sie neulich besucht, sie heißt jetzt Binka und ihr geht es ganz prima. Für Anouschka und Herbert war sie eine Art „Wunschhund“, sie haben mit mir lange auf sie gewartet, für Daica, eine Laekenois-Hündin und ihre Ersatzmama ist sie allerdings manchmal sehr anstrengend. Aber das wird sich einspielen, Binka ist zwar wild, aber sehr lieb.